Lauter „Adrenalin-Junkies“ (21 Schiffe aus sechs Nationen: AUS, DEN, GBR, HUN, NED und GER) kamen zu dieser eigentlich „down under“ beheimateten Klasse zur EM an den Gardasee (01.-07.07., CV Arco). Durch den 49er findet die Klasse auch in Europa nun immer größere Verbreitung. Übrigens: Auch Frauen steuern. SKH Heinrich v. Bayern/Martin & Simon Toplak (BYC/SC Füssen-Forggensee) wurden 6. und zweitbestes Boot aus Europa (HUN wurde 4.).

SKH Heinrich v. Bayern (BYC) berichtet: : „Die Regattabahn lag wie immer an der Ostseite der Gardasee-Nordspitze; also direkt an der Steilwand. Gesegelt wurde erfreulicherweise immer nur am Nachmittag. Wir konnten also ausschlafen und uns auf den allseits bekannten Südwind verlassen. Die Starts waren wirklich super, da die CV Arco durch eine GPS-gesteuerte Starttonne sehr schöne Linien legen kann. Die Tonne war immer etwas bevorteilt, aber nie war ein Steuerbord Start vor dem Feld möglich. Taktisch war das Ganze durch starke, aber konstante Winddreher an relativ fixen Positionen zumindest solange interessant, bis es auch der letzte nach ein paar Rennen verstanden hatte. Danach eher malen nach Zahlen. Die Luvtonne lag meistens ca. 150 Meter außerhalb der Windzone, so dass man sich gut aussuchen musste, wie man am besten 150 Meter Flaute überbrückt, während die Anderen möglicherweise wo anders Glück hatten und mit 18 Knoten Wind heran rauschen. Das Feld war dieses Jahr gut besetzt, vor allem weil die Australische Flotte zwei Container, also acht Boote, geschickt haben; inklusiver einiger Top-Teams. Da die Regatta in der Hauptprobenwoche des Ritterturniers lag, hatten wir leider keine Zeit zum Trainieren, ich musste während der Regatta 3x zwischen Kaltenberg und Torbole pendeln und habe fast alle sozialen Events und einen Wettfahrt-Tag verpasst
Schade, aber besser als nicht segeln..“

Details mit über 170 Fotos finden Sie unter: http://www.circolovelaarco.it/news/news3/102-18ft-skiff-european-championship-open-circolo-vela-arco

Text und Bildbeschaffung: Axel Fincke Web&Sail