420er WM Fremantle – Finale

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Die 420er WM in Australien ging heute Morgen mit den letzten beiden Wettfahrten zu Ende. Spanien war mit den ersten drei Plätzen in der Open-Wertung und Platz 1 in der U17-Wertung, der große Gewinner der von starkem Wind geprägten WM. Sophie Laböck und ihre Vorschoterin Maike Lenkmann, holten mit dem 14. Platz unter den 41 Teilnehmern der U17-Wertung die beste Platzierung für den BYC und belegten in der Damenwertung einen sehr guten 4. Platz. Theresa Steinlein und Lina Plettner bekamen in der 11. Wettfahrt leider noch eine BFD und belegten im Gesamtergebnis U17 den 20. Platz. Sophie Steinlein und Samuel Störr segelten in der Open-Fleet und kamen unter den 64 Teilnehmern auf den 51. Platz. Heute gibt es nach der Container-Verladung noch die große Abschlussfeier und morgen geht es dann auf den langen Flug nach Hause.

Hier das Endergebnis: http://2017worlds.420sailing.org/en/default/races/race-resultsall

Der Münchner Merkur, Ausgabe Starnberg, berichtet am 10. Januar:

Starnberg – Nach ihrer Rückkehr aus Australien hat Ilja Wolf noch nicht mit seinen 420er-Seglern über ihre Erfahrungen bei der Weltmeisterschaft in Fremantle sprechen können. Der Manager und Trainer des Bayerischen Yacht-Clubs ist jedoch zuversichtlich, dass die Tage, die seine drei Teams an der australischen Westküste verbrachten, einen nachhaltigen Effekt auslösen. „Das bringt neue Impulse in die Trainingsgruppe rein“, ist er überzeugt.

Seine kleine Flotte musste in Fremantle Bedingungen meistern, mit denen sie sich in Europa selten konfrontiert sieht. Winde von 20 bis 25 Knoten und eine steile kurze Welle machten den Mannschaften aus Oberbayern schwer zu schaffen. „Das war alles im Grenzbereich des Segelbaren“, sagt Wolf. Bei den Australischen Meisterschaften, die als Einstimmung auf die WM gedacht waren, hatten die Starnberger noch kräftig an den Verhältnissen zu knabbern. Aber sie lernten schnell und begriffen die Segelei in Down Under bald als besonderes Privileg. „Das ist das Nonplusultra“, spricht Wolf von einem wahren Eldorado.

Vor allem Sophie Laböck und Maike Lenkmann surften auf der Welle der Begeisterung. Am Ende belegten sie in der U17-Wertung den 14. Platz und waren damit viertbestes Mädchenteam. Für die Crew war sogar noch mehr möglich. Zwei Kenterungen und ein Materialschaden bremsten das Team am Ende aus. „Das hat ihnen eine Medaille gekostet“, haderte Wolf mit den beiden Mädchen, die in der ersten Hälfte der zwölf Wettfahrten zum Teil hervorragende Ergebnisse schrieben (9/6/12/8/10). „Sie haben es sich im Vorfeld gar nicht bewusst gemacht, dass sie überhaupt die Chance besitzen, in die Nähe einer Medaille zu kommen“, so Wolf. Seine Crew war offenbar von ihrem Leistungsvermögen selbst ein wenig überrascht.

Auch Theresa Steinlein und Lina Plettner wuchsen über sich hinaus. Am Ende belegten sie den 20. Platz, der gleichbedeutend war mit Rang acht bei den Mädchen. „Das ist eigentlich toll“, stellt Wolf klar. Schließich gehören die beiden damit in ihrer Altersgruppe zu den Top Ten der Welt. Aber auch Steinlein und Plettner hatten nicht immer das Glück auf ihrer Seite. Zweimal kenterten sie, als sie den Spinnacker bargen. Außerdem handelten sie sich noch einen Fehlstart ein. Da halfen auch einige starke Resultate (11/10/12/4) nicht aus, um die Ausrutscher zu korrigieren. Und so mussten sie sich in den beiden letzten Rennen von einer möglichen Medaille verabschieden.

Bestimmten die Spanier schon in der U17 mit den späteren Weltmeistern Martin Wizner und Pedro Ameneiro das Geschehen, war ihre Dominanz in der offenen Klasse noch größer. Bei der Siegerehrung grüßten nur Teams von der iberischen Halbinsel vom Podium. „Das ist totaler Wahnsinn“, schwärmte Wolf von der Vorstellung der Spanier, die aber auch von den perfekten Bedingungen an ihren Küsten profitieren. „Die segeln nur auf dem Meer.“ Für Sophie Steinlein und Samuel Störr bedeutete es eine große Herausforderung, da mitzuhalten. „Bei so einem Hammer-Wind sind reine Männer-Teams eigentlich überlegen.“ Wolf musste zugeben, dass seine Crew nur wenig ausrichten konnte. Am Ende erreichte sie den 51. Platz unter 64 Startern, lernte aber jede Menge dazu.  hch

Quellenangabe: Starnberger Merkur vom 12.01.2018, Seite 40

By |3. Januar 2018|

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