Die 6 mR-WM fand letzte Woche im finnischen Hanko statt. Der einzige 6er im BYC, die über 60 Jahre alte „Hanko III“ von Dr. Thomas Kuhmann belegte in der ‘‘Classic Division“ trotz Mastbruchs, mühseliger Ersatzbeschaffung und „Nachtschicht“ einen ausgezeichneten 7. Rang. Sie wurde damit beste Yacht aus Deutschland unter den 32 teilnehmenden Schiffen. Die nächstbeste Yacht aus Deutschland, die „Lillevi“ (Gunnar Bahr, VSaW), kam auf Platz 15. Es gewann überlegen SKH Juan-Carlos von Spanien (Taktiker: Ross Macdonald) mit seiner ‚Bribon“ und dreiTagessiegen überlegen.

In der „Open Division“ holte Philippe Durr (SUI) punktgleich vor Patrick de Barros (POR mit Henrique Anjos) und Hugo Stenbeck (SUI/SWE mit Martin Westerdahl sowie Bernardo Freitas) den Titel. Nur ein Punkt zurück kam der kurzfristig führende Henrik Andersin (FIN mit Theis Palm) auf Rang 4. AC-Steuermann Andy Beadsworth (Rang 6) kam mit seinen 28 Punkten nicht mehr auf das Podium. Yachten aus GER waren in dieser Division nicht dabei

Thomas Kuhmann: „Nach einem 1. Platz im letzten tune-up Race erkämpften wir bei den ersten zwei Wettfahrten der WM einen 4. und 5. Platz. Minuten nach dem Zieldurchlauf brach unser Mast. Grund: Ein gebrochener Wantenspanner. Die Finnen boten uns einen Ersatzmast von 1959 an, der über 400km angefahren werden musste, und den wir in einer wilden Nachtschicht erst passend machen, dann aufstellen und einbauen konnten. Minuten vor der 3. Wettfahrt am Folgetag waren wir dann wieder startklar und erster an der Luvtonne. Vorwind und ab 12/14 kn Brise waren wir aber zu langsam, so dass in dem Weltklassefeld ein 7. Platz schon ein ganz gutes Ergebnis ist.

Das Wetter war insgesamt gut, morgens eher wenig Wind, nachmittags aufbrisend, vorherrschend untypischer Nordwind und eine unangenehme Kabbelsee. Unsere Starts waren bis auf einen gut, und wir sind meistens auf die linke Seite gefahren, um möglichst mit einem Stb.-Schlag auf die Layline zu fahren. Ging gut, solange wir vorne im Feld mitfuhren. Die Manöver mit der Top-Truppe vom NRV sehr gut. Taktiker Mitja Meyer und auch alle anderen sind ja Bundesligaerfahren…. Ich habe gesteuert und wir waren aufgrund der Anfangserfolge locker, aber sehr fokussiert. Die Sechser bei wenig Wind und blöder Welle tief und schnell zu fahren, ist eine echte Konzentrationsarbeit. Mitentscheidend war, dass beim Mastbruch alle unsere Speed- und Windanzeigen verloren gingen.

Nach sechs Regatten blieb der Wind weg und die geplanten acht Wettfahrten konnten nicht gesegelt werden.

Die vollständigen Ergebnislisten (m2s) sind hier: https://www.manage2sail.com/en-US/event/6mrworlds2019#!/results?classId=6466c1c4-482e-48e8-a8b0-27b989a7ab5a

Die Event-Website ist hier: https://www.6mrworlds2019.com/regatta/

Text: Axel Fincke