Die Corona-Arbeitsgruppe im Bayerischen Seglerverband e.V. , die aktiv von Mitgliedern des Bayerischen Yacht-Club unterstützt wird, wurde Anfang dieser Woche aus dem Innenministerium informiert, dass Ministerpräsident Markus Söder in den nächsten Tagen keine Erleichterung für den Sport und damit auch für die Seglerinnen und Segler verkünden wird. Erleichterungen im Sport sollen frühestens in der kommenden Woche thematisiert und datiert werden.

Dietmar Reeh, Vorsitzender des Bayerischen Seglerverbandes stellte in diesem Zusammenhang nochmals die Solidarität der Seglerinnen und Segler in Bayern klar: „Die Notwendigkeit aller getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie steht außer Frage. Dies haben wir in den letzten Wochen regelmäßig unseren Mitgliedern kommuniziert. Die Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung werden unsere Vereine auch in Zukunft mittragen“.

Nicht unerwähnt blieb, dass privater Wassersport auf bayerischen Gewässern für Hobbysportler uneingeschränkt möglich ist. Dies ist den organisierten Seglern in den gesperrten Vereinen nur schwer verständlich zu machen. Vor allem auch deshalb, weil gewerblichen „Wasservergnügungsanbieter“, wie z.B. Boots- oder SUP-Verleihern,  die Öffnung und der Seezugang über ihre privaten oder öffentlichen Gelände oder Grundstücke möglich ist.

Der Bayerische Seglerverband hat in den letzten Wochen in Zusammenarbeit mit Repräsentanten einiger bayerischen Clubs ein tragfähiges Konzept für die Zukunft vorgelegt: Anders als bei vielen anderen Sportarten findet das Segeln auf öffentlichen Gewässern statt. Die Seglerinnen und Segler üben ihre Sportart nicht auf einem Sportplatz oder auf einem vereinseigenen Trainingsgelände aus. Der Segelsport findet also nicht in bzw. auf Einrichtungen statt, deren Betrieb nach § 2 Abs. 1 Satz 1 der 2. BayIfSMV untersagt ist.

Die Sportlerinnen und Sportler durchqueren lediglich das Vereinsgelände, um zum Wasser zu gelangen, besteigen dann ihr Schiff und befinden sich im Anschluss daran unmittelbar auf dem Wasser.

Sicherheitskonzepte mit S-Booten, Hygienekonzepte, Skizzen zur Beschreibung baulicher Möglichkeiten, um den Zugang zum See eindeutig vom Clubhaus und clubeigenen Räumlichkeiten abzugrenzen, können vorgelegt werden .

Ein normaler Vereinsbetrieb kann in den nächsten Monaten nach wie vor nicht stattfinden. Stattfinden kann dagegen wohl – das ist das Ziel der Bemühungen – individuelles Segeln und Training.

Unser aller Ziel: Segeln sollte den Vereinen und ihren Vereinsmitgliedern schon bald wieder möglich sein.Die aktuelle Lage