Die Rückkehr der Jebi-Skipper

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Simon Diesch und Philipp Autenrieth finden beim Worldcup vor Endoshima wieder den Anschluss an die Weltspitze. Meggendorfer/Spranger kommen nicht in Fahrt.

Der Taifun Jebi rüttelte nur ganz Japan, sondern auch den Worldcup der olympischen Segelklassen vor Endoshima kräftig durcheinander. Obwohl der tropische Wirbelsturm den Seglern eine zweitägige Zwangspause auferlegte, die Ansprüche von Simon Diesch und Philipp Autenrieth brachte er nicht ins Wanken. Ein Platz unter den besten Zehn bei den 470ern war das erklärte Ziel der Crew aus dem Württembergischen beziehungsweise dem Bayerischen Yacht-Club. Die beiden Olympiakandidaten standen auch kurz davor, dieses Vorhaben umzusetzen. Am Ende belegten sie Platz elf, punktgleich mit Carl-Frederik Fock und Marcus Dackhammar aus Schweden, die Zehnte wurden.
„Das ist etwas unglücklich“, haderte das Team mit seinem Ergebnis. Nach der kalten Dusche bei der Weltmeisterschaft war es für die Süddeutschen ermutigend, im vorderen Drittel der 32 teilnehmenden Mannschaften mitzumischen. „Es fühlt sich gut an, wieder an den Top Ten dran zu sein“, stellte die Crew zufrieden fest.
Dass für die stärkste deutsche Mannschaft in Japan noch mehr möglich gewesen wäre, offenbarte das Gesamtresultat. Richtige Konstanz brachte sie nicht in ihre Ergebnisse. Während der gesamten Regatta ging es für sie ständig rauf und runter (18/13/7/7/23/12/12/20). Die Japaner Keiju Okada und Jumpel Hokazono wiesen kaum große Sprünge bei ihren Platzierungen auf und gewannen souverän im eigenen Revier, in dem 2020 die olympischen Segelwettbewerbe ausgetragen werden.
Als nach der neunten Wettfahrt kein weiteres Rennen mehr bei den 49ern zustande kam, konnten Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger ihre Enttäuschung nicht ganz verbergen. Gerne hätte sich die Crew aus dem BYC noch um ein paar Plätze nach vorne geschoben, zumal sie am vierten und letzten Tag der Regatta wieder besser in Schwung kam. „So hatten wir keine Chance mehr, in der Gesamtwertung nach oben zu klettern“, stellte das Team fest.
Auch die beiden Bayern mussten unter den 27 Konkurrenten kräftig einstecken. Im ersten Rennen bekamen sie gleich eine Black Flag gezeigt. Danach lief es mal gut (12/9/13), mal überhaupt nicht (25/26/26) und dann wieder besser (7/20). Am Ende landeten sie an 21. Stelle, während die Briten James Peters und Fynn Sterritt triumphierten. „Es war Ehrfurcht gebietend, in Endoshima zu segeln“, gaben Meggendorfer und Spranger zu, dass das olympische Segelrevier einen schweren Eindruck auf sie hinterlassen hatte. Was nicht allein an Taifun Jebi lag.

Text: Christian Heinrich/Münchner Merkur

By |21. September 2018|

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