Phänomenal gut gesegelt. Pohlmann gelingt beim Drachen Grand Prix in Kühlungsborn ein vierter Platz in einem hochkarätigen Feld von 40 nationalen und internationalen Spitzenteams. Brennecke wird 6. Link 7.

 

Ostsee. Kühlungsborn. Internationale Action in Kühlungsborn unter eher heftigen Wetterverhältnissen: viel Wind, krasse Welle und Strom. Unter den ersten 10 sind die deutschen Drachensegler mit insgesamt drei Crews am stärksten vertreten. Otto Pohlmann fährt phänomenal gut auf Platz vier, Marcus Brennecke auf Platz 6 und der amtierende deutsche Meister Stephan Link auf Platz 7. Philipp Dohse aus dem NRV gewinnt mit Frau Nicola Dose und Volker Kramer in der Crew als schnellstes Amateurboot auf dem insgesamt 11. Platz die Corinthian-Wertung.

Otto Pohlmann war mit seiner Idealcrew – dem dreifach polnischen Olympia-Silber Segler Mateus Kuscnierewicz und dem südafrikanische Star Segler und Volvo Ocean Veteran Charles Nanking – unterwegs und segelte konzentriert von Anfang an unter die ersten 5. Vor dem letzten Rennen lagen nur 6 Punkte zwischen dem zweiten und sechsten Platz (Pohlmann). Im letzten Rennen sicherte sich Pohlmann mit einem 5. Platz den Gesamtvierten vor Brennecke und Link. Der amtierende deutsche Meister Stephan Link war mit seiner festen Mannschaft Frank Butzmann und Michi Lipp unterwegs und Marcus Brennecke segelte mit dem Olympiasegler Freddy Lööf und Ingo Borkwoski an Bord.

Insgesamt 40 internationalen Teams aus Europa und Japan – sonst für diese Serie im Mittelmeer unterwegs – hatten sich für den Grand Prix Stop in Deutschland ein spannendes Stelldichein im Ostseebad Kühlungsborn gegeben. An vier Tagen wollten sie 8 Rennen segeln – Die Wetterverhältnisse machten daraus 6 Rennen an drei Tagen unter anspruchsvollen Bedingungen mit Wind bis zu 30 Knoten, kurzer, steiler Welle und ziemlich viel Strom.

Der Grand Prix Deutschland war die dritte und vorletzten Regatta des neugeschaffenen „Europacup der Drachen“, einer Rennserie, bei der sich die Teilnehmer über insgesamt vier Grandprix Rennen für das Finale qualifizieren. Um im November beim großen Finale in Palma der besten 20 dabei sein zu können müssen sie insgesamt drei der vier Grand-Prix Rennen gesegelt sein.

Die erfolgreichen Steuerleute aus dem BYC sagten:

Stephan Link (BYC, Rang 7): „Super Mannschaftsergebnis für den Club – wir hatten leider einen schlechten zweiten Tag mit 12 und 13! Durch den tagelangen starken Wind hatten wir hohe, steile Wellen bis zu 3 Metern und starken Strom bis zu 25 Metern pro Minute! Am Ende hat diese Serie sicher allen Segler alles abverlangt!“.

Marcus Brennecke (BYC, Rang 6): „Es war ja ein windige Wettervorhersage, die auch so eingetroffen ist. Für Mannschaften, die früher vor Ort waren und Montag und Dienstag trainieren wollten war zu viel Wind, wie leider auch am Donnerstag. Die „Windfenster“ wurden genutzt, so dass 6 von 8 Wettfahrten zustande kamen. Am ersten Tag agierte das RC sehr unglücklich, da einerseits das VHF mit der Zeitansage am Ende nicht funktionierte (Kanal verstellt….) und die Flaggen kaum sichtbar kurz über der Wasseroberfläche hingen, so dass wir den Start verpassten und 40sec hinter dem Feld starteten-mehr als ein 21. Platz war daher für uns leider nicht drin (Heerema ging es ähnlich allerdings nicht ganz so dramatisch wie uns).

Ansonsten war es am 1. WF Tag windig, am 2. gesegelten WF Tag (Freitag) war Mittelwind, wie auch am 3. und letzten Tag (Samstag), aber wieder zunehmend in der 6. WF.

Das Feld war hervorragend besetzt, erwartungsgemäß für einen der 4 Grade 1 Events, von denen 3 in die European Grade 1 Serie einfließen, endend mit dem letzten Grade 1 in Palma gefolgt von dem Superfinale der Top 20 Teams ebenfalls in Palma, vermutlich mit einem Knockout Format analog der SSL.

Ich denke, wir sind alle drei ganz gut gesegelt aber man muss konzedieren, dass die ersten drei Teams dieses Mal tatsächlich einen Tick besser waren. Ottos aufstrebendes Team (s.u.), welches hier sehr gut gesegelt ist“.

Otto Pohlmann (BYC, Rang 4): „Für mich war das die erste Regatta in Deutschland nach 36 Jahren. Wir haben bis zur letzten Wettfahrt gekämpft und RUS 27 Anatoly Loginov kurz vor dem Ziel noch abfangen können um somit einen respektablen 4. Platz über alles erreicht. Wetter mit winterlichen 12 Grad, Wind bis 30 kn und starker Strom haben alle Teams alles abverlangt. Ein Drachen Grand Prix auf höchstem sportlichem Niveau mit Hochspannung bis zum Schluss. Wir hatten viel Spaß ‼️‼️“

 

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Text: Sina Entzminger Wolf; Interviews: Axel Fincke