Neue Olympiaklassen für 2024: Finn raus, Kiten und Offshore rein. 470er noch unsicher

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Die World Sailing Jahreshauptversammlung in Saratoga/Florida tagte Anfang November 2018 zu den künftigen Bootsklassen bei den olympischen Spielen in Paris/Marseille 2024. Ergebnis, der Finn ist nicht mehr dabei, die spektakuläre Trendsportart Kiten kommt rein und Offshore-Segeln wurde aufgenommen.  Unsicher ist noch, ob die zweitälteste olympische Klasse, der 470er olympisch bleibt. Wenn der 47o er olympisch bleibt, wird er auf eine Disziplin und dann auf Mixed reduziert.  Auch die Laser-Disziplinen haben (überwindbare) Probleme. Sicher sind als Klassen nur 49er, 49erFX und Nacra 17. Entschieden wird letztendlich erst 2019

Der Finn war seit 1952 olympisch und mit ihm haben viele ausgezeichnete Segler Gold gewonnen (Poul Elvström, Willy Kuhweide, Russell Coutts, Jochen Schümann, Sir Ben Ainslie). Mit dem Starboot verschwand 2012 das letzte Kielboot von der olymp. Bühne, obwohl Kielboote weltweit ca. 40 Prozent aller Boote ausmachen. Hinzu kommt, dass in Frankreich Offshore-Segeln extrem populär ist und World Sailing Geschlechtergleichheit zum Ziel hat. Weiterhin hat das Volvo Ocean Race kürzlich gezeigt, dass Frauen beim Offshore-Segeln mehr als ebenbürtig unterwegs sind.

Die für Paris/Marseille 2024 beschlossenen Disziplinen:

Windsurfen Männer – RS:X*
Windsurfen Frauen – RS:X*
Einhand-Jolle Männer – Laser*
Einhandjolle Frauen – Laser Radial*
Mixed-Kite – (Format noch offen)
Mixed-Zwei-Personen-Jolle – (Format noch offen)**
Skiff Frauen – 49erFX
Skiff Männer – 49er
Mixed-Zwei-Personen-Mehrrümpfer – Nacra 17
Mixed-Zwei-Personen-Kielboot / Offshore* – (Boot und Format offen)

* Hier sollen noch unterschiedliche Formate oder auch Boote getestet werden.
** d.h. 470er ist nicht sicher, das Boot soll aber nicht-foilend sein und Spinnaker haben. Damit ist der 470er wahrscheinlich.

Das Ganze wird in Übereinstimmung mit den Anti-Monopol-Gesetzen der Europäischen Union sein (Laser !).

Die endgültigen Entscheidungen fallen 2019. Fazit für den BYC: Jakob Meggendorfer/Andreas Spranger (49er, Perspektivkader der Nationalmannschaft) können eine Kampagne für 2024 planen, Simon Diesch/Philipp Autenrieth (470er, Perspektivkader der Nationalmannschaft) oder Jan-Jasper Wagner/Julian Autenrieth (470er) in diesen Kombinationen sicher nicht mehr.

Der offizielle Bericht ist hier

Bericht Axel Fincke

By |15. November 2018|

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