Nils Sternbeck (Foto), 19 Jahre alt, hat im März seine hauptamtliche Tätigkeit als Optitrainer im Rahmen eines dualen Studiums im Bayerischen Yacht-Club begonnen. Schon seit er denken kann, ist er mit seinen Eltern auf dem Starnberger See unterwegs gewesen. Über Umwege ist er im Alter von 15 Jahren, nach einigen erfolgreichen Jahren im Opti und 420er zur Trainertätigkeit gekommen, ebenso segelt er seit drei Jahren fest im DJSL Team des Bayerischen Yacht-Clubs. Im Sommer 2019 absolvierte er sein Abitur in München und war seither auf der Suche nach einem abwechslungsreichen, herausfordernden und spannenden Arbeitsumfeld. Dies hat er nun im BYC gefunden.

Gratulation! Wie fühlst Du Dich mit der neuen Aufgabe?

Ich freue mich wirklich sehr und bin hochmotiviert, das Duale Studium und meine Trainertätigkeit für die BYC Optis in enger Zusammenarbeit mit Ilja aufzunehmen. Mir ist bewusst, dass dies eine außergewöhnliche Chance darstellt.

Ausbildungsziel?

Ausbildungsziel der nächsten drei Jahre ist der Abschluss „B.A. in Sportmanagement“. Zudem wird mir Ilja künftig alles  mit auf den Weg geben, was im sportlichen Bereich des BYC wichtig ist.

Wie bist Du zum Segelsport gekommen?

Meine Eltern haben ein Familienboot, damals lag es vor Ammerland. Mit sieben begann ich im Yacht-Club Ambach mit einem Optisegelkurs, eher nur, um meinem Kumpel einen Gefallen zu tun. Mein Trainer schaffte es jedoch relativ bald, meine Begeisterung für den Segelsport zu entfachen.

Wann, wie  und wo bist Du Deine erste  Regatta gesegelt?

Das war das Optiliga-Event 2008 im DTYC. Ich wurde Platz 34 von 38 und hatte noch nicht den wirklichen Plan, was um mich herum so abgeht.

Deine ersten Erfolge?

Im nächsten Jahr konnte ich mit meinem eigenen Opti nochmal angreifen und gewann die Optiliga. Als erste Erfolge würde ich jedoch die Freundschaften anführen, die sich in dieser Zeit entwickelt haben.

Deine größten Erfolge?

2013 qualifizierte ich mich mit zwölf Jahren für die Opti WM am Gardasee. Über mein Ziel, unter die ersten 100 zu kommen, bin ich letztendlich mit dem 2. Platz hinausgeschossen. Es folgte der Umstieg in den 420er, in dem wir bei der ersten Regatta Bayerischer Meister wurden, außerdem jüngstes Team bei der 420er WM in Travemünde 2014. Vier Jahre später wurden wir als BYC-Team Deutscher Meister der Junioren Segelliga. Zudem war ich als Co-Trainer auf EM und WM Events der Optimisten dabei.

Erste Niederlagen?

Bei der Juniorenliga bzw. im Ligaformat gehören in den einzelnen Rennen Niederlagen dazu. Mit diesen zurechtzukommen, ist sehr wichtig, um sich in den nächsten Läufen wieder zu 100% konzentrieren zu können.

Größter Frust beim Segeln?

2014, also ein Jahr nach dem Umstieg in den 420er, verlor ich trotz vielversprechender Aussichten die Lust am Segeln, u. a. weil mein damaliger Trainer das Programm für mich zu schnell ausdehnte. In manchen Berichten aus dem Internet wird das nicht ganz richtig dargestellt. Frust an sich gab es nicht. Ich setzte ein Jahr aus und fing mit Segelfliegen an. Über Umwege ging ich dann 2015 als Trainer wieder aufs Wasser. Ein Jahr später konnte Ilja mich für die DJSL begeistern.

Liebstes Regattaschiff? 

Besonders faszinierend finde ich die rasante Entwicklung der J/70 Klasse, die jedoch leider auch mit der Verdrängung anderer, bisher etablierter Bootsklassen einhergeht.

Welche Segelscheine hast Du?

Ich besitze den SBF Binnen/See und das Funkzeugnis. Außerdem lerne ich momentan für den SKS.

Hochseesegeln?

Habe ich tatsächlich noch nie gemacht, bin aber offen für Neues. Zudem werde ich für den SKS Meilen sammeln dürfen.

Hast Du in Deiner Freizeit noch Spaß am Segeln?

Ja, ein paar Tage im Jahr bin ich mit meinem Vater auf seinem schönen Holzboot unterwegs. Das ist super zum entspannen.

Wie hältst Du Dich  allgemein fit (Lieblingssportarten)?

Sport ist mir sehr wichtig, auch wenn es viel zu tun gibt, versuche ich mehrmals wöchentlich mein TRX Training zu absolvieren. Außerdem fahre ich gerne mit dem Rad um den See oder gehe im Winter Skifahren.

Vorbilder generell und sportlich?

Mir persönlich hat Ian Percy, der im Januar einen Vortrag im BYC gehalten hat, sehr inspiriert.

Was magst Du gar nicht?

Unfairer Wettbewerb und übertriebene Selbstdarstellung widerstrebt mir. Mein Motto lautet hierfür: „Sei bescheiden im Sieg und aufrecht in der Niederlage.“

Aktuelle Ziele?

Mein Ziel ist zunächst ein tolles Einstandsjahr im BYC, wir wollen zusammen als Trainerteam einen hohen Standard in der Optimistengruppe aufbauen, den Spaß am Segelsport vermitteln und schöne (Erfolgs-) Erlebnisse mit den Kindern teilen. Außerdem greifen wir auch dieses Jahr, wenn auch in neuer Besetzung, als Junioren Team in der DJSL an, darauf freue ich mich auch schon wieder sehr.

Größter Wunsch im BYC für 2020?

Guten Wind und schöne Wasserstunden!