14 Boote waren am Start zur German Open der Soling Klasse im BYC. Die weiteste Anreise hatte Matias Collins, der in Buenes Aires wohnt, aber für USA startet und das Boot des BYC-Mitglieds Mitglieds Andi Baumüller steuerte. Die anderen Teilnehmer kamen aus Österreich, Berlin und vom Rhein.

Am Freitagnachmittag war der Westwind am Nachmittag gut segelbar und Wettfahrtleiter Eberhard Fischer Brandis startete vor der Votivkapelle die 1. Wettfahrt. Die gewann Michael Dietzel (BYC). Der Wind drehte dann auf Süd, (wegen viel Regen, der im Süden vorbei zog) aber es war zu spät für ein zweites Rennen.

Am Abend feierten die Solingsegler das traditionelles Klassenfest mit original Nürnberger Bratwürsten, wie immer mitgebracht von unseren Franken. Dazu gab es Starnberger Helles aus Holzfässern und Wein und Käse aus dem Trentin. Die Stimmung war großartig. (nicht frei nach Trump). Um Mitternacht war Schluss.

Am Samstag blies es ordentlich. Bis 28 Knoten wurden am Startschiff gemessen. Trotzdem wurden fünf Wettfahrten in der bei Westwind schwierigen Starnberger Bucht gesegelt.

Nach sechs Regatten hatten drei Boote die Tagessiege gleichmüßig unter sich aufgeteilt: Die Mannschaften Matias Collins, Andi Baumüller und Stefan Strauch sowie Michael Dietzel, Vera Geck und Sirid Dietzel sowie Christian Mack, Thomas Fabry und Florian Lautenschläger von der Wacker Segel Gemeinschaft. Diese Teams belegten in dieser Reihenfolge auch in der Gesamtwertung (am Sonntag wurde nicht mehr gesegelt)die ersten drei Plätze, wobei die Dietzels den Titel auf der kurzen Raumstrecke ins Ziel der letzten Wettfahrt verloren. Mit Spinnacker oder ohne war die Frage – und sie trafen die falsche Entscheidung. Karl Haist und seine Mannschaft wurden 4., wobei eine verkorkste Halse kurz vor der Lee-Boje mit verwickeltem Spinnacker im 4. Rennen das Team zur Aufgabe zwang.

Klassenobmann und Gastgeber Burschi Haist: „Alles in Allem eine sehr gelungene Veranstaltung in unserem BYC mit verdienten Titelträgern in der Kombination USA/Germany“.

Alle Ergebnisse: https://manage2sail.com/de-DE/event/bd2b0eef-6544-4dd8-8325-6b58c359ab19#!/results?classId=3ab94ac8-6677-4053-954c-d3726f33beb6

Text: Karl Haist; Fotos: Stella Spöhrer

Der Münchner Merkur berichtet:

Soling: BYC-Crew zu Hause knapp am Sieg vorbei

Geschenke gab es keine für Matias Collins beim Erich-Hirt-Preis der Soling im Bayerischen Yacht-Club. So musste sich der Amerikaner seinen Sieg am Starnberger See schwer verdienen. Lokalmatador Michael Dietzel, der mit Sigrid Dietzel und Vera Geck segelte, verlangte ihm alles ab. Bis zur sechsten und letzten Wettfahrt hatte es so ausgesehen, als würden die Bayern ganz oben auf dem Podium stehen. Doch ein fünfter Platz zum Abschluss der Serie vermasselte ihnen die Tour und sie wurden nach einem Streicher Zweite (1/3/1/2/5). Collins schob sich mit einem Tagessieg am Ende noch an der Crew aus dem BYC vorbei (2/1/4/3/1). Im Vorschiff bekam der Amerikaner Unterstützung von Andreas Baumüller und Stefan Strauch. Karl und Irene Haist sowie Martin Zeileis schrammten knapp am Podium vorbei. Zum Verhängnis wurde dem Team die vierte Wettfahrt, die es nicht beenden konnte. Damit war der Streicher gesetzt und die Möglichkeit vertan, einen achten Rang aus der Wertung zu bekommen. Mit einer respektablen Serie wurden die Bayern Vierte (3/8/3/4/2). Mit Thomas Scherer, Hans Lindner und Michael Ziller (Münchener Ruder- und Segelverein) landete eine weitere Crew aus dem BYC an achter Stelle (7/9/6/8/3).

 

Quellenangabe: Christian Heinrich im Starnberger Merkur vom 09.08.2019, Seite 38