Am 13. Juni wurde im Bayerischen Yacht-Club die traditionelle Bucentaur-Regatta der L95-Klasse ausgetragen. Die Veranstaltung ist Teil der L95 Grand Slam Serie und lockte insgesamt 27 gemeldete Boote an den Start. Der Starnberger See präsentierte sich dabei von seiner anspruchsvollen Seite und verlangte den Crews alles ab.

Bereits am Morgen herrschten kräftige und drehende Winde zwischen vier und fünf Beaufort, in den Böen teilweise bis sechs Beaufort. Für die normalerweise eher auf leichte bis mittlere Windbedingungen ausgelegte L95-Klasse waren dies außergewöhnliche Verhältnisse. Einige Mannschaften entschieden sich daher aus Sicherheitsgründen gegen einen Start – eine Entscheidung, die sich im weiteren Verlauf als absolut nachvollziehbar erwies.

Die Wettfahrtleitung um Christian Zerlin reagierte professionell auf die Bedingungen. Vormittags wurde eine Langstreckenwettfahrt gesegelt, während der Nachmittagskurs aufgrund des zunehmenden Windes verkürzt werden musste. Trotz der herausfordernden Verhältnisse konnten beide Wettfahrten erfolgreich und fair durchgeführt werden.

Auf dem Wasser entwickelte sich ein spannender Wettbewerb. An der Spitze lagen die Teams eng beieinander, am Ende trennten die beiden führenden Boote lediglich die Feinheiten der Wertung.

Den Sieg sicherten sich Michael Steiner, Stefan Durach und Daniel Reichart auf GER 239 vor Sunny Nielsen, Rasmus Nielsen, Niklas Wörsching und Kai Scharper auf GER 260. Platz drei ging an Jan Reblin, Monika Rothlauf sowie Andreas und Henri Plettner auf GER 271. Damit gingen sämtliche Podiumsplätze an Crews des Bayerischen Yacht-Clubs.

Die schwierigen Bedingungen hinterließen allerdings auch ihre Spuren. Mehrere Boote mussten Schäden hinnehmen, darunter zwei Mastbrüche, zwei Baumbrüche sowie weitere Havarien während der ersten Wettfahrt. Dadurch schrumpfte das Teilnehmerfeld deutlich, und am Ende erreichten nur noch acht Boote das Ziel. Das Material wurde an diesem Tag außergewöhnlich stark beansprucht.

Neben dem sportlichen Geschehen wurde auch das Rahmenprogramm von den Teilnehmern positiv aufgenommen. Nach der Steuermannsbesprechung an der SEESEITN und den Wettfahrten trafen sich die Crews zum traditionellen Stegbier, bevor der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen und der Siegerehrung im Casino ausklang.

Ein besonderer Dank gilt der Wettfahrtleitung und dem Schiedsrichterteam für die souveräne Durchführung der Veranstaltung unter anspruchsvollen Bedingungen.

„Wir hatten alle mit dem starken böigen Wind zu kämpfen. Teilweise war es unter Spinnaker ein Ritt auf der Rasierklinge. Die Bilder und Schäden sprechen für sich!“ – Michael Steiner

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