Vom 14. bis 24. Juli 2026 traf sich die internationale 6-Meter-Klasse auf dem Genfer See zu den Offenen Schweizer Meisterschaften und der anschließenden Europameisterschaft. Mit 50 Booten – 20 in der Open Division und 30 in der Classic Division – verzeichnete die Veranstaltung eine Rekordbeteiligung und bot hochklassigen Segelsport auf internationalem Niveau.
Die Wetterbedingungen stellten das gesamte Teilnehmerfeld während der elf Veranstaltungstage vor große Herausforderungen. Gewitter, Starkregen, wechselnde Windrichtungen und häufig nur 5 bis 7 Knoten Wind machten jede Wettfahrt zu einer taktischen Aufgabe. Hinzu kamen lange An- und Rückfahrten zur Regattabahn. Trotz des großen Einsatzes der Wettfahrtleitung konnten bei den Schweizer Meisterschaften in der Classic Division nach einer Wettfahrtstornierung aufgrund einer Zeitüberschreitung lediglich drei gültige Wettfahrten gesegelt werden, wodurch keine offizielle Meisterschaftswertung zustande kam.
Bei der anschließenden Europameisterschaft waren nach mehreren Jahren erstmals wieder fünf deutsche Teams vertreten. Für den Bayerischen Yacht-Club gingen Felix-Michael Weber mit der restaurierten „Jo“ sowie Thomas Kuhmann mit der aus den USA importierten „Flapper“ an den Start. Außerdem war BYC-Mitglied und Weltmeister Markus Wieser erneut als Taktiker an Bord der Schweizer „Momo 2“ im Einsatz.
Die acht ausgetragenen Wettfahrten verlangten den Crews alles ab. Die zahlreichen ortskundigen Teams nutzten die schwierigen Bedingungen geschickt für sich, während ständig drehende Winde und das Segeln am unteren Windlimit nur wenig Raum für Fehler ließen. Besonders die leichteren, klassischen Boote profitierten von den Bedingungen.
In der Classic Division verteidigte die spanische „Bribon“ unter Steuermann Ross McDonald knapp ihren Europameistertitel vor „Erica“ mit Violeta Alvarez und der Schweizer „Mecara“ mit Reinhard Suhner. Die deutschen Teams platzierten sich überwiegend im Mittelfeld. Thomas Kuhmann erreichte mit der „Flapper“ den 14. Platz, Andreas Haubold belegte Rang 13, Christoph Rek Rang 17, Walter Kuhlmann Rang 24 und Felix-Michael Weber Rang 28.
Auch wenn die „Flapper“ den im vergangenen Jahr in Oyster Bay errungenen Titel als Six Metre Classic Corinthian World Champion nicht verteidigen konnte, gelang in der Corinthian-Wertung (May Be VI Trophy) ein erfreuliches Ergebnis. Mit Platz 5 war die „Flapper“ das beste deutsche Amateurteam der Europameisterschaft.
Neben den sportlichen Herausforderungen bleiben vor allem die beeindruckende Kulisse von Genf mit Blick auf den Mont Blanc, die Gastfreundschaft der Société Nautique de Genève und das hochklassige internationale Teilnehmerfeld in Erinnerung. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, dass sich die traditionsreiche 6-Meter-Klasse sportlich kontinuierlich weiterentwickelt und weiterhin Segelsport auf höchstem Niveau bietet.
Für die deutschen Teams richtet sich der Blick nun bereits auf den nächsten Saisonhöhepunkt: die Weltmeisterschaft 2027 in Helsinki.
Weitere News-Beiträge
Premium Partner
Spitzensport Partner
Technologie Partner
Gold Partner
Versicherungspartner
Offizielle Partner
Strategische Partner





























