65 Drachen, 196 Segler und ein hochkarätig besetztes Feld: Die Internationale Deutsche Meisterschaft der Drachen ist im Bayerischen Yacht-Club gestartet. Nach einer feierlichen Eröffnung mit Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann ging es am Donnerstag erstmals auf den Starnberger See. Bei anspruchsvollen Bedingungen sicherten sich Dirk Neukirchen, Lars Hendriksen und George Leonchuk den ersten Wettfahrtsieg.
Mit einem starken Feld ist am Donnerstag, 1. Oktober, die Internationale Deutsche Meisterschaft der Drachen gestartet. Insgesamt 65 Teams mit 196 Seglern sind nach Starnberg gekommen und kämpfen in den kommenden Tagen um den deutschen Meistertitel.
Und das Feld hat es in sich: Titelverteidiger Christoph Toepfer ist ebenso am Start wie die früheren Deutschen Meister Philipp Ocker und Stephan Link. Jan Woortman stand von 2022 bis 2024 dreimal in Folge auf dem IDM-Podium, Andreas Hermann gehört seit vielen Jahren zur etablierten Spitze der Drachenklasse. Mit Ingo Ehrlicher, Deutscher Meister von 2022, ist ein weiterer ehemaliger Titelträger dabei.
Feierlicher Auftakt für die Drachen-IDM 2026
Bevor die ersten Punkte auf dem Starnberger See vergeben wurden, stand am Donnerstagvormittag zunächst die offizielle Eröffnung der Internationalen Deutschen Meisterschaft auf dem Programm. Im Casino kamen die 65 Teams sowie Vertreter aus Sport, Politik und Drachenklasse zusammen, um gemeinsam in die Meisterschaft zu starten.
Nach einem Welcome-Drink und Canapés eröffneten Alison Altenberger von der Städtischen Musikschule Starnberg und ihre Schülerin Emilia Lehmann-Horn die Feier musikalisch. Ein eigens produziertes Intro-Video stellte anschließend alle 65 teilnehmenden Teams vor. Als Gastgeber begrüßte der 1. Vorsitzende Dr. Michael Steiner die Teilnehmer und Gäste. Als besonderen Ehrengast hieß er Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, willkommen. In seinem Grußwort stellte Herrmann insbesondere die gesellschaftliche Bedeutung des Sports heraus und sprach über Sportler als Vorbilder sowie den Wert von Leistung und Engagement. Auch die Münchner Olympiabewerbung war Teil seiner Ansprache. Anschließend richteten Sybille Merk, Vizepräsidentin des Deutschen Segler-Verbandes, sowie Christian Zinkler, Vorstand des Deutschen Drachengeschwaders und IDA Chairman, ihre Grußworte an die Teilnehmer. Mit einem weiteren musikalischen Beitrag endete die rund halbstündige Eröffnungsfeier.
Direkt im Anschluss folgte die Steuerleutebesprechung – und wenig später verlagerte sich der Fokus vom Casino auf den Starnberger See.
Alle Ergebnisse findet Ihr hier!
Anspruchsvoller Auftakt bei Westwind
Zunächst war lange unklar, ob der Wind am ersten Regattatag überhaupt für eine Wettfahrt ausreichen würde. Nach anfänglich südlicher Strömung setzte sich schließlich ein Westwind mit fünf bis acht Knoten durch.
Die Bedingungen blieben jedoch anspruchsvoll. Der Wind drehte, nahm immer wieder zu und ab und sorgte mit zahlreichen Löchern für große taktische Herausforderungen. Etwas südlich des Clubgeländes legte die Wettfahrtleitung um Kai Schreiber mithilfe von Smart Marks die Bahn aus.
Ein erster Startversuch musste abgebrochen und die Bahn noch einmal angepasst werden. Beim zweiten Versuch ging das komplette Feld schließlich auf die erste Wettfahrt der Meisterschaft.
Den besten Auftakt erwischte Tanja Jacobsohn. Gemeinsam mit Bernhard Jacobsohn und Florian Spalteholz führte sie GER 1256 an der ersten Luvtonne und behauptete die Führung auch auf dem ersten Downwind. Dahinter folgten Dirk Neukirchen mit GER 1171 und Titelverteidiger Christoph Toepfer mit GER 11.
Auf der zweiten Kreuz sortierte sich das Feld neu.
Alle Fotos vom ersten Tag der IDM findet Ihr hier!
Neukirchen setzt das erste sportliche Zeichen
Dirk Neukirchen, Lars Hendriksen und George Leonchuk übernahmen die Führung und ließen sich diese bis ins Ziel nicht mehr nehmen.
Nach rund 40 Minuten gewann das Trio die erste Wettfahrt der IDM vor Andreas Hermann, Florian Ramsperger und Thomas Wenk. Auf Rang drei folgten Christian Knoll, Christian Oehler und Niki Helten.
Jan Woortman, Caspar Dohse und Marcel Vockel belegten Platz vier. Titelverteidiger Christoph Toepfer, Markus Koy und Michael Koch kamen auf Rang fünf ins Ziel.
Wie anspruchsvoll die Bedingungen waren und wie klein der Unterschied zwischen einem gelungenen und einem schwierigen Rennen sein konnte, zeigte sich auch bei Stephan Link und Ingo Ehrlicher. Beide starteten am Pin-End. Während Link noch ein gutes Windfenster erwischte, geriet Ehrlicher in ein Flautenloch und verlor entsprechend an Boden.
Für Neukirchen ist der Auftaktsieg eine Fortsetzung seiner starken Entwicklung in der Drachenklasse. Bei der IDM 2025 hatte dem Team lediglich ein Punkt zum deutschen Meistertitel gefehlt. Mit dem ersten Sieg in Starnberg ist der Start gelungen – bei 65 Booten und mehreren noch ausstehenden Wettfahrten bleibt die Meisterschaft allerdings völlig offen.
Auch Tanja Jacobsohn konnte aus dem ersten Tag viel Positives mitnehmen: Mit ihrem Team bei einer IDM als erstes Boot die Luvtonne zu erreichen, sorgte für einen gelungenen Start in die Meisterschaft.
Für eine zweite Wettfahrt reichte der Wind am Donnerstag nicht mehr aus. Nachdem auch die letzten Drachen das Ziel erreicht hatten, ließ der Westwind zunehmend nach. Die Wettfahrtleitung wartete zunächst noch auf eine weitere Chance, schickte die Flotte schließlich jedoch mit AP über A zurück in den Bayerischen Yacht-Club.
Vom Hacker-Festzelt auf den Starnberger See
Der gemeinsame Auftakt der Meisterschaft hatte bereits am Mittwochabend begonnen. Rund 160 Drachensegler machten sich gemeinsam auf den Weg nach München und verbrachten den Abend im Hacker-Festzelt auf dem Oktoberfest. Abseits von Startlinie und Regattabahn bot sich damit bereits vor dem ersten Wettfahrttag die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.
Nach der offiziellen Eröffnung und dem ersten Rennen wurde der bayerische Rahmen auch zurück im Club fortgesetzt. Als die 65 Drachen am Nachmittag wieder in den Hafen einliefen, wurden die Crews mit Blasmusik am Steg empfangen.
Auf der Wiese vor dem Casino warteten zudem zufällig Goaßlschnalzer, bevor der erste Regattatag bei Bratwurst, Bier und Blick über den Starnberger See gemeinsam ausklang.
Nach Wiesn-Auftakt, feierlicher Eröffnung, dem ersten Wettfahrtsieg und einem gemeinsamen Nachmittag im Club ist die Internationale Deutsche Meisterschaft der Drachen 2026 damit endgültig in Fahrt gekommen.
In den kommenden Tagen stehen die nächsten Wettfahrten auf dem Starnberger See auf dem Programm.
Weitere News-Beiträge
Premium Partner
Spitzensport Partner
Technologie Partner
Gold Partner
Versicherungspartner
Offizielle Partner
Strategische Partner



























