Ob in der Deutschen Junioren Segel-Liga, der ersten Segel-Bundesliga oder auf dem foilenden 69F – Xaver Schwarz ist in verschiedenen Bereichen des Segelsports aktiv. Der Nachwuchssegler des Bayerischen Yacht-Clubs blickt bereits auf zahlreiche sportliche Erfolge zurück, darunter den U17-Weltmeistertitel im 420er. Neben seinen eigenen Regattaambitionen gibt er inzwischen auch seine Erfahrungen bei den BYC Foiling Experiences weiter. Im Interview spricht er über seine Begeisterung für den Segelsport, besondere Erlebnisse, die Förderung durch den BYC und seine sportlichen Ziele für die Zukunft.

Xaver, wie bist du ursprünglich zum Segelsport gekommen und wie hat sich dein Weg bis in die Deutsche Segel-Bundesliga entwickelt?

Ursprünglich habe ich im Opti angefangen und bin anschließend in die 420er-Klasse gewechselt. Zu Beginn meiner 420er-Zeit bin ich auch dem Bayerischen Yacht-Club beigetreten. Danach ging es für mich in die Deutsche Junioren Segel-Liga. In meinem zweiten Jahr auf der J/70 durfte ich schließlich zum ersten Mal in der ersten Segel-Bundesliga antreten.

Du segelst sowohl in der Deutschen Junioren Segel-Liga (DJSL) als auch in der Deutschen Segel-Bundesliga (DSBL) auf der Taktikposition. Was reizt dich besonders an dieser Aufgabe und welche Herausforderungen bringt sie mit sich?

An der Taktikposition finde ich besonders interessant, dass man direkten Einfluss auf die Entscheidungen an Bord hat und den Steuermann aktiv unterstützen kann. Gleichzeitig trägt man natürlich eine gewisse Verantwortung, da die taktischen Entscheidungen einen großen Einfluss auf den Rennverlauf haben.

Mit dem BYC-Team konntest du in den vergangenen Jahren einige Erfolge feiern, darunter den zweiten Platz in der DJSL-Gesamtwertung 2025. Welcher sportliche Erfolg oder welches Regattaerlebnis ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Ein ganz besonderer Moment war auf jeden Fall unser letztes Rennen bei der 420er-Weltmeisterschaft 2022, mit dem wir uns gemeinsam mit unserem Coach Ilja Wolf den Weltmeistertitel in der U17-Kategorie sichern konnten. In der J/70-Klasse war es wahrscheinlich unser Back-to-back-Sieg in der Junioren-Liga bei unserem Heimevent im BYC.

Neben dem klassischen Regattasegeln bist du auch auf dem foilenden 69F aktiv. Was fasziniert dich an dieser Bootsklasse und worin liegen für dich die größten Unterschiede zum Segeln auf der J/70?

Foilen ist einfach etwas ganz anderes. Allein die Geschwindigkeit und die Art, wie man das Boot segelt, machen einen großen Unterschied. Besonders faszinierend finde ich die Ruhe an Bord, während gleichzeitig ein extrem hoher Fokus erforderlich ist. Hinzu kommen die vielen verschiedenen Trimmmöglichkeiten, die das Segeln auf dem 69F besonders interessant machen.

Im Rahmen der BYC Foiling Experiences gibst du deine Erfahrungen auf dem 69F inzwischen auch an andere Clubmitglieder weiter. Wie kam es dazu und was möchtest du den Teilnehmern bei diesen besonderen Segelerlebnissen vermitteln?

Ich denke, das hat sich vor allem daraus ergeben, dass ich diese Bootsklasse mittlerweile seit fast fünf Jahren segle und in dieser Zeit sehr viel Erfahrung sammeln konnte. Mit den Foiling Experiences möchte ich auch Menschen, die noch nie gefoilt sind, dieses atemberaubende Gefühl näherbringen. Meiner Meinung nach ist Foilen ein Erlebnis, das man sich kaum vorstellen kann, solange man es nicht selbst erlebt hat.

Mit dem Switch hast du eine weitere spannende Bootsklasse für dich entdeckt. Was begeistert dich an diesem Boot und kannst du dir vorstellen, künftig auch an Regatten teilzunehmen?

Die Switch ist meiner Meinung nach eine sehr interessante Bootsklasse. Besonders gefällt mir, dass es sich um eine Einheitsklasse handelt, in der alle Segler die gleichen Voraussetzungen haben. Am Ende kommt es dadurch wirklich auf das Können des einzelnen Seglers an. Natürlich kann ich mir vorstellen, künftig auch an Regatten teilzunehmen. Das ist auf jeden Fall mein Ziel.

Du bist in verschiedenen Bootsklassen aktiv und sammelst sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Erfahrungen. Welche Bedeutung hat die Förderung durch den BYC für deine bisherige seglerische Entwicklung?

Die Förderung durch den BYC hat einen erheblichen Beitrag zu meiner bisherigen seglerischen Laufbahn geleistet. Ohne die Unterstützung des Clubs wäre mein sportlicher Weg sicherlich anders verlaufen.

Zum Abschluss ein Blick in die Zukunft: Welche sportlichen Ziele hast du dir für die kommenden Jahre gesetzt und gibt es eine Regatta oder Bootsklasse, die du unbedingt noch erleben möchtest?

Eines meiner großen Ziele ist es auf jeden Fall, die Deutsche Junioren Segel-Liga zu gewinnen und auch in der ersten Segel-Bundesliga um den Sieg mitzufahren. Eine Bootsklasse, die ich unbedingt einmal ausprobieren möchte, sind die F50-Katamarane oder die America’s-Cup-Boote. Aber das sind momentan natürlich noch Träume.

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