Der Juli zählt traditionell zu den Höhepunkten der Segelsaison im Bayerischen Yacht-Club. Mit dem Goldpokal, dem Starthaus-Preis als offizieller Clubmeisterschaft 2026 sowie dem anschließenden BYC Sommerfest standen gleich drei Veranstaltungen auf dem Programm, die sportlich wie gesellschaftlich zu den wichtigsten Terminen des Clubjahres gehören.
Während beim Goldpokal die klassischen Holzboote im Mittelpunkt standen, trafen sich eine Woche später die Mitglieder beim Starthaus-Preis, um die Clubmeister 2026 auszusegeln. Den stimmungsvollen Abschluss bildete das traditionelle Sommerfest, das mit über 500 Gästen, einem neuen Gastronomiekonzept und bester Atmosphäre einmal mehr zum gesellschaftlichen Höhepunkt des Sommers wurde.
Goldpokal – Segeln mit Kultstatus – Bilder findet Ihr hier!
Es gibt Regatten, bei denen zählt vor allem die Platzierung. Und dann gibt es Veranstaltungen wie den Goldpokal, auf die sich viele Segler schon Monate im Voraus freuen.
Gemeinsam mit dem Vidi-Pokal des Münchner Yacht-Club bildet der Goldpokal das Herzstück der Starnbergersee Classics und genießen seit Jahrzehnten Kultstatus.
Das Besondere: Gesegelt wird nach Yardstick. Racer, klassische Langkieler, Rennjollen und liebevoll restaurierte Holzboote teilen sich dieselbe Startlinie und sorgen jedes Jahr für ein außergewöhnliches Bild auf dem Wasser.
Bereits am Samstagmorgen verwandelte sich der Hafen des Bayerischen Yacht-Club in ein schwimmendes Freilichtmuseum. 55 klassische Holzboote füllten die Steganlagen. Von der eleganten Lake 35 bis zum historischen Lugger war nahezu alles vertreten, was die Geschichte des klassischen Holzbootbaus zu bieten hat.
Pünktlich um 11 Uhr fiel der erste Startschuss. Allein der Anblick von 55 klassischen Yachten auf einer gemeinsamen Startlinie zählt jedes Jahr zu den eindrucksvollsten Momenten der Saison.
Seglerisch präsentierte sich der Starnberger See von seiner anspruchsvollen Seite. Windstärken zwischen zwei und fünf Beaufort, Böen, Dreher von bis zu 45 Grad und ständig wechselnde Druckverhältnisse verlangten den Crews höchste Konzentration ab. Spinnaker hoch, wieder runter, Genua wechseln, Tonnenrundungen im dichten Verkehr – anspruchsvoller kann klassisches Segeln kaum sein.
Den ersten Lauf gewann Philipp Hibler auf seiner wunderschön restaurierten P33 Xanthippe und bewies eindrucksvoll, wie konkurrenzfähig klassische Langkieler auch heute noch sein können. Leider musste das Team den Wettkampftag nach einem Mastbruch vorzeitig beenden.
Die weiteren beiden Wettfahrten entschied Markus „Burle“ Glas auf P241 jeweils für sich und sicherte sich damit den Gesamtsieg des Goldpokals.
Auch an Land zeigte sich der Goldpokal von seiner besten Seite. Nach den Wettfahrten trafen sich Segler und Gäste zum traditionellen Seglerhock im Casino. Ein gemeinsames Drei-Gänge-Menü, die Siegerehrung sowie eine hochwertige Verlosung von Juwelier Fridrich mit einem edlen Perlencollier und einer hochwertigen Ebel-Armbanduhr rundeten den gelungenen Regattatag ab.
Alle Ergebnisse findet Ihr hier!
Starthaus-Preis – Die Clubmeisterschaft 2026 – Bilder findet Ihr hier!
Nur eine Woche später stand bereits der nächste Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Mit dem Starthaus-Preis wurde gleichzeitig die offizielle Clubmeisterschaft 2026 des Bayerischen Yacht-Club ausgetragen.
Bereits zur Steuerleutebesprechung um 10:00 Uhr herrschte reges Treiben an der voll besetzten SEESEITN. Anschließend hieß es zunächst Geduld bewahren. Der klassische Sommerwind am Starnberger See mit nordöstlicher Richtung zwischen fünf und zehn Knoten ließ auf sich warten und zwang die Wettfahrtleitung zunächst zu einer Startverschiebung.
Nach längerer Wartezeit gelang es Wettfahrtleiter Maxi Radelt und seinem Team schließlich, eine Langstreckenwettfahrt erfolgreich zu starten und zu werten. Anschließend wurde nochmals alles versucht, um eine zweite Wettfahrt anzusetzen. Gegen 15:30 Uhr flaute der Wind jedoch erneut vollständig ab, sodass die Teilnehmer zurück in den Hafen geschickt wurden.
Beim traditionellen Stegbier an der SEESEITN, begleitet von DJ-Musik, ließen die Segler den ersten Regattatag entspannt ausklingen und stimmten sich gleichzeitig auf das bevorstehende Sommerfest ein.
Am Sonntag ging es pünktlich um 10:30 Uhr wieder aufs Wasser. Eine weitere Wettfahrt konnte erfolgreich durchgeführt werden. Trotz eines erneuten Versuchs der Wettfahrtleitung reichte der Wind anschließend nicht mehr aus, um einen dritten Lauf zu segeln. So gingen schließlich zwei Wettfahrten in die Gesamtwertung der Clubmeisterschaft ein.
Ein großes Kompliment gilt der Wettfahrtleitung um Maxi Radelt, die an beiden Tagen mit großem Engagement versuchte, unter schwierigen Bedingungen das Maximum für die Teilnehmer herauszuholen.
Sieger des Starthaus-Preises und Clubmeister 2026 geehrt
Im Rahmen der Siegerehrung wurden die Sieger des Starthaus-Preises sowie die Clubmeister 2026 in den einzelnen Bootsklassen ausgezeichnet.
Sieger des Starthaus-Preises (Yardstick-Hauptwertung):
- Walter Rothlauf mit der Z-Jolle „Cumulus“, gemeinsam mit Fritz Gleich und Thomas Huber
Clubmeister 2026:
- Starboot: Thomas Appel mit „Reggaestar“, gemeinsam mit Axel Behnisch
- L95: Michael Schön mit „Hatari“, gemeinsam mit Jochen Schümann und Julien Kleiner
- H-Boot: Dr. Thomas Stahl mit „acapella“, gemeinsam mit Michael Dietzel und Kilian Schmidt
- Drachen: Christian Zerlin mit „Appassionata“, gemeinsam mit Philip Zerlin und Thomas Meyer
Darüber hinaus wurde die Yardstick-Kombiwertung aus BYC Vol. 1, BYC Vol. 2 und dem Starthaus-Preis ausgezeichnet. Diese sicherte sich Florian Rixner auf der Melges 24 „Mojito“ gemeinsam mit Christina, Julian und Elena Rixner.
Mit der Ehrung der Sieger und Clubmeister fand ein sportlich gelungenes Regattawochenende einen würdigen Abschluss. Die Clubmeisterschaft zählt auch in diesem Jahr zu den wichtigsten sportlichen Höhepunkten im Bayerischen Yacht-Club.
Alle Ergebnisse findet Ihr hier!
Sommerfest wird zum gesellschaftlichen Höhepunkt
Im Anschluss an den ersten Regattatag des Starthaus-Preises verwandelte sich das Gelände des Bayerischen Yacht-Club in einen Treffpunkt für Mitglieder, Familien, Freunde und Gäste. Das BYC Sommerfest 2026 bildete den gesellschaftlichen Höhepunkt der Clubmeisterschaft und überzeugte mit einem neuen Veranstaltungskonzept.
Pünktlich um 18:00 Uhr eröffnete der Club den Sommerabend. Mehr als 500 Erwachsene und Kinder feierten gemeinsam direkt am Starnberger See.
Das gemeinsam mit dem Schneider Weisse Gastronomieteam entwickelte neue Buffetkonzept kam hervorragend an. An insgesamt zehn internationalen Food-Stationen konnten sich die Gäste ihr persönliches Menü zusammenstellen. Das Speisenbuch-System sorgte für kurze Wartezeiten, viel Bewegung auf dem Gelände und eine entspannte Atmosphäre.
Für die jüngsten Besucher warteten eine Hüpfburg, kostenloses Popcorn und Zuckerwatte sowie weitere kleine Überraschungen.
Musikalisch sorgte die BYC-Kultband Gerry & Gary für beste Stimmung. Bis kurz nach Mitternacht wurde ausgelassen gefeiert und getanzt.
Zu den weiteren Highlights des Abends zählten ein großer Eisblock mit BYC x Schneider Weisse-Branding, ein Zauberer, der die Gäste direkt an den Tischen verblüffte, sowie ein beeindruckendes Feuerwerk als krönender Abschluss.
Die Stimmung war so gut, dass sogar die Polizei kurz vor Mitternacht aufgrund der Lautstärke vorbeischaute. Nach ein bis zwei Zugaben endete die Musik planmäßig kurz nach 00:00 Uhr.
Das neue Buffetkonzept erwies sich als voller Erfolg und trug maßgeblich dazu bei, dass sich die Gäste frei auf dem Gelände bewegen, miteinander ins Gespräch kommen und den Abend in entspannter Atmosphäre genießen konnten.
Ein besonderer Dank gilt Markus Augstburger und seinem gesamten Schneider Weisse Gastronomieteam, das sowohl beim Sommerfest als auch während der gesamten Regattawochenenden im Casino und an der SEESEITN eine hervorragende gastronomische Leistung ablieferte. Die Qualität, Organisation und Gastfreundschaft wurden von zahlreichen Mitgliedern und Gästen ausdrücklich gelobt.
Mit dem Goldpokal, dem Starthaus-Preis und dem BYC Sommerfest hat der Bayerische Yacht-Club einmal mehr gezeigt, was das Clubleben am Starnberger See ausmacht: anspruchsvoller Segelsport, traditionsreiche Veranstaltungen, engagierte Ehrenamtliche, starke Partner und viele gemeinsame Momente an Land und auf dem Wasser. Die beiden Veranstaltungswochenenden zählen damit einmal mehr zu den absoluten Höhepunkten der Segelsaison 2026.
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