Vom 15. bis 22. Mai 2026 fand im kroatischen Kaštela die Europameisterschaft der ILCA 7 statt. Mit insgesamt 173 Startern aus ganz Europa war das Niveau in der olympischen Bootsklasse extrem hoch. Den Europameistertitel sicherte sich Pavlos Kontides aus Zypern vor dem deutschen Olympiamedaillengewinner Philipp Buhl und Filip Jurišić aus Kroatien.
Für Maximilian Reger war die Veranstaltung etwas ganz Besonderes: Die EM in Kaštela war seine erste Senioren-Europameisterschaft überhaupt – zugleich ging er als jüngster deutscher Teilnehmer an den Start. Entsprechend groß war die Herausforderung, sich in einem so starken internationalen Feld zu behaupten.
Bereits die Wetterbedingungen sorgten während der gesamten Woche für schwierige und wechselhafte Verhältnisse. Am ersten Regattatag konnte überhaupt nicht gesegelt werden. Der Wind wehte ablandig und extrem unbeständig zwischen zwei und 20 Knoten, wodurch faire Rennen nicht möglich waren. An den darauffolgenden Tagen stabilisierte sich die Situation etwas: An Tag zwei bis vier herrschte eine vergleichsweise konstante Sea Breeze, die für deutlich bessere Bedingungen sorgte. Doch auch danach blieb die Meisterschaft wetterbedingt anspruchsvoll. Aufgrund von Gewittern konnte an einem weiteren Tag erneut nicht gesegelt werden, bevor am letzten Wettfahrttag noch zwei Rennen bei sehr unkonstantem ablandigem Wind durchgeführt wurden.
Die Tage vor der Regatta nutzte Maximilian Reger intensiv, um sich auf das Revier einzustellen – ein wichtiger Faktor angesichts der schwierigen Windbedingungen. Der Start in die Meisterschaft gelang ihm dabei durchaus solide. Am ersten richtigen Segeltag zeigte er drei konstante Rennen und konnte sich am folgenden Tag nochmals steigern. Nach Abschluss der Qualifikationsserie lag er auf einem respektablen 87. Platz und qualifizierte sich damit für das Silberfleet.
Rückblickend wäre möglicherweise sogar noch mehr möglich gewesen. Durch die wetterbedingten Ausfälle konnten nicht alle geplanten Qualifikationsrennen durchgeführt werden, wodurch sich weniger Chancen boten, sich weiter nach vorne zu arbeiten.
In der Finalserie verliefen die Rennen dann jedoch deutlich schwieriger. Ein UFD wegen Frühstarts, eine gelbe Flagge der Jury unmittelbar nach einem Start sowie insgesamt schwächere Startphasen kosteten wichtige Plätze. Dadurch fiel Reger am Ende noch auf Rang 53 im Silberfleet sowie Platz 28 in der U23-Wertung zurück.
Mit dem Gesamtergebnis zeigte er sich deshalb verständlicherweise nicht zufrieden. Gleichzeitig überwogen jedoch auch die positiven Erkenntnisse und die wertvollen Erfahrungen, die er aus seiner ersten Senioren-Europameisterschaft mitnehmen konnte. Besonders einige sehr starke Einzelrennen zeigten, dass das Potenzial vorhanden ist und die Richtung stimmt.
Sein Fazit fiel entsprechend reflektiert aus:
„Auch wenn die letzten zwei Race Days sehr weh tun und es natürlich ärgerlich ist, dass dadurch das Ergebnis deutlich schlechter ausgefallen ist, als ich es mir erhofft hätte, nehme ich einige wichtige Learnings mit und weiß, woran ich für die WM arbeiten muss.“
Der Blick richtet sich nun bereits auf die nächste große Herausforderung: die Weltmeisterschaft Ende August in Irland. Die Erfahrungen von Kaštela sollen dabei helfen, die nächsten Schritte auf internationalem Topniveau zu gehen.
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