Vom 18. bis 23. Mai fand im portugiesischen Portimão die Europameisterschaft der iQFOiL-Klasse statt. Für die Athletinnen und Athleten war es die erste große Meisterschaft der Saison nach den Grand Slams – entsprechend hoch war das Niveau im Feld. Insgesamt gingen 117 Männer an den Start und sorgten für eine enorm leistungsdichte Konkurrenz. Den Europameistertitel sicherte sich Luuc van Opzeeland aus den Niederlanden vor Johan Søe aus Dänemark und Federico Alan Pilloni aus Italien.
Auch Max Körner stellte sich der starken internationalen Konkurrenz und nutzte die Veranstaltung vor allem als wichtige Standortbestimmung. Nach einer intensiven Vorbereitung hatte er sich sportlich zwar mehr erhofft, dennoch konnte er aus der Regatta viele wertvolle Erkenntnisse mitnehmen.
Die Bedingungen vor der portugiesischen Atlantikküste boten nahezu die gesamte Woche über guten Wind zwischen 13 und 18 Knoten. Teilweise herrschte flaches Wasser, phasenweise sorgten jedoch auch größere Wellen für anspruchsvolle Bedingungen. Gesegelt wurden überwiegend klassische Kursrennen, die stark vom Landeinfluss geprägt waren. Dadurch entwickelte sich die strategisch beste Seite des Kurses häufig sehr klar – gleichzeitig wussten dies aber auch nahezu alle anderen Fahrer. Entsprechend intensiv wurden die entscheidenden Positionen auf dem Kurs umkämpft, was die Umsetzung der eigenen Strategie besonders schwierig machte.
Vor allem die Starts stellten für Max Körner eine große Herausforderung dar. In einem Feld mit rund 60 Fahrern pro Fleet entscheidet bereits die erste Minute oft über den weiteren Rennverlauf. Hier sieht er aktuell noch die größte Baustelle, insbesondere wenn es darum geht, die guten Trainingsleistungen auch unter Wettkampfbedingungen konstant abzurufen.
Zusätzlich kam in den ersten beiden Tagen noch Pech hinzu. Gleich zweimal wurde Körner in Kollisionen verwickelt. Die Folgen waren nicht nur jeweils verlorene Rennen, sondern auch beschädigtes Material, mit dem er den restlichen Regattatag weiterfahren musste. Unter diesen Umständen wurde es schwierig, in der Gesamtwertung den Anschluss nach vorne zu halten.
Trotz der schwierigen Woche gelang ihm zum Abschluss der Regatta noch ein versöhnliches Ende. An den letzten Tagen nahm der Wind etwas ab und es wurden mehrere Sprint-Rennen gefahren. Gerade dort konnte Körner noch einmal seine Stärken zeigen und die Meisterschaft mit zwei zweiten Plätzen beenden – ein wichtiger Erfolgsmoment nach einer insgesamt durchwachsenen Europameisterschaft.
Sein Fazit fiel deshalb trotz der Ergebnisse positiv aus:
„In einer Saison sind die Chancen rar, sich mit einer so großen und leistungsdichten Startergruppe zu messen. Das ist eine großartige Chance zum Lernen und ich denke, ich konnte das gut nutzen.“
Auch wenn die Platzierungen hinter den eigenen Erwartungen zurückblieben, stand am Ende vor allem die Erfahrung im Vordergrund. Die Europameisterschaft in Portimão zeigte einmal mehr, wie hoch das internationale Niveau in der iQFOiL-Klasse inzwischen ist – und wie wichtig jede Regatta für die weitere Entwicklung auf diesem Niveau bleibt.
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