Mit großer Leidenschaft und viel Disziplin startet Julia Gebhard in die Segelsaison 2026. Zwischen intensiven Trainingsphasen, internationalen Regatten und der Unterstützung ihres Teams arbeitet sie kontinuierlich daran, sich sportlich weiterzuentwickeln. Im Interview spricht sie über ihre Vorbereitung, ihre Ziele für die Saison sowie über die Bedeutung ihres Umfelds auf dem Weg zu neuen Erfolgen.

Wie hat sich dein Training im Vergleich zu den Vorjahren verändert?
Eigentlich nicht viel – wir trainieren weiterhin konsequent und arbeiten zunehmend auch an Feinheiten.

Welche Trainingsmaßnahme oder welcher Trainingsbaustein stehen 2026 noch an, wo warst du schon?
Ich hatte bereits zwei Trainings in Imperia, ein weiteres steht noch an. Danach liegt der Fokus stärker auf Wettkämpfen, mit jeweils kurzen Trainingsslots direkt davor im jeweiligen Regattagebiet.

Mit welchen konkreten Zielen bist du in die Saison 2026 gestartet?
Mein Ziel ist es, wieder so gut wie möglich zu sein. Besonders eine gute Platzierung in der Eurocup-Serie sowie bei der Weltmeisterschaft in den USA möchte ich auch 2026 wieder erreichen.

Welche Regatta hat für dich 2026 die größte sportliche Bedeutung?
Die Weltmeisterschaft im März in Pensacola in Florida hat für mich die größte sportliche Bedeutung. Das Feld ist deutlich kleiner und besteht nahezu ausschließlich aus Top-Athleten, sodass das sportliche Niveau extrem hoch sein wird. Zudem ist es ein neues Revier und direkt mit mehreren intensiven Wettkampftagen verbunden. Unter anderem wird dort auch die All Stars-Regatta stattfinden, für die ich eingeladen wurde, um gegen die Top-7-Waszp-Seglerinnen der Welt anzutreten.

Was sind deine persönlichen Saisonhighlights 2026?
Die Eurocup-Serie ist ein absolutes Highlight, wie schon in den zwei Jahren zuvor. In diesem Jahr finden allein zwei Eurocups am Gardasee statt – meiner ersten Segelheimat –, einer in Imperia – meiner zweiten Segelheimat – und einer bei den norddeutschen Kollegen in Flensburg. Bei dieser Serie mitzufahren macht unglaublich viel Spaß und wird mit hoffentlich guten Platzierungen auch wieder erfolgreich.

Welche Rolle spielen das Teamumfeld für deinen Erfolg in dieser Saison?
Ich habe eine breite und tolle Unterstützung, dafür bin ich sehr dankbar.
Ich trainiere seit vier Jahren bei Simone. In dieser Zeit hat er mir viel Technik, Taktik und Tricks beigebracht und wird mich auch in dieser Saison weiter begleiten. Er hilft mir außerdem sehr beim Transport der Boote kreuz und quer durch Europa und gibt mir immer den nötigen Schubs.
In unserer Trainingsgruppe sind wir sehr gut befreundet und unterstützen uns gegenseitig, um gemeinsam Herausforderungen zu meistern – und dabei natürlich auch viel Spaß zu haben.
Seit Herbst unterstützt mich Marinepool mit toller Segelausstattung, was eine große Hilfe ist.
Meine Familie hilft mir ebenfalls unglaublich – mental genauso wie organisatorisch. Ohne sie wäre das alles nicht möglich.
Der BYC ist meine Segelheimat und eine wichtige sportliche Basis für mich. Ich bin sehr stolz, unter dem BYC zu fahren.

Wie sieht deine mittelfristige Perspektive über 2026 hinaus aus?
Ich möchte weiterhin im Amateurbereich im Foiling-Bereich segeln, aber auch in den kommenden Jahren auf möglichst hohem Niveau. Vorerst plane ich, in der Waszp zu bleiben und mich weiter nach vorne zu arbeiten. Gleichzeitig werde ich versuchen, so viele spannende Events wie möglich während meines Studiums unterzubringen. Vielleicht steht in ein paar Jahren auch einmal ein Wechsel an, zum Beispiel auf ein anderes Ein-Mann-Foiling-Boot wie die Switch.

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