Vom 21. bis 24. Mai 2026 fand vor der spanischen Mittelmeerküste die Offshore-Regatta im Rahmen der 53. Trofeo de Vela Conde de Godó statt. Gastgeber der Veranstaltung war der traditionsreiche Real Club Náutico de Barcelona, der erneut ein hochklassiges Regattafeld begrüßte. Gesegelt wurde die rund 100 Seemeilen lange Strecke von Barcelona nach Palamós und zurück – eine anspruchsvolle Offshore-Regatta, die trotz eines eher kleinen Feldes sportlich hochkarätig besetzt war. Unter anderem war auch eine TP52 am Start.
Peter Meier konnte sich mit der ICE 52 „Gratia“ in der Wertung ORC 1 den Gesamtsieg sichern. Platz zwei belegte Joaquin Verona mit „Intrigue“, während weitere Teilnehmer das Zeitlimit aufgrund der schwierigen Bedingungen nicht mehr innerhalb der Vorgabe erreichten.
Alle Ergebnisse finden sich hier.
Bereits im Vorfeld war wenig Wind prognostiziert worden – eine Vorhersage, die sich zunächst bestätigte. Der erste Teil der Regatta am Freitag entwickelte sich zu einer echten Geduldsprobe. Vor allem in Küstennähe waren immer wieder kleine Windfelder zu finden, weshalb taktisches Segeln und zahlreiche Wenden gefragt waren. Die Crew kämpfte permanent darum, im besten Wind zu bleiben und möglichst wenig Geschwindigkeit zu verlieren.
Ab Samstagmorgen änderten sich die Bedingungen jedoch deutlich. Ein konstanter Nordostwind mit etwa neun bis zehn Knoten setzte ein und brachte zugleich dichte Nebelfelder mit sich. Dieser Wind trug das Feld schließlich kontinuierlich Richtung Ziel, wobei der Wind im Verlauf langsam weiter nach Osten drehte und leicht abnahm. Erst nach dem Zieleinlauf flaute er schließlich zunehmend ab.
Gerade auf dem Rückweg zeigte die ICE 52 ihre Stärken. Bei stabilem Druck waren nur wenige Manöver notwendig, wodurch das Team konstant hohe Geschwindigkeiten fahren konnte. Besonders der A1.5-Spinnaker überzeugte: Bereits bei acht Knoten Windgeschwindigkeit lief das Boot konstant zwischen 6,5 und 7 Knoten Fahrt.
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg war die Taktik an Bord. Mit Mateo Majdalani, Silbermedaillengewinner im Nacra 17 bei den Olympischen Spielen 2024, verfügte die Crew über außergewöhnliche Erfahrung und ein hervorragendes Gespür für die schwierigen Windbedingungen. Peter Meier fasste die Herausforderung treffend zusammen:
„Die größte Herausforderung war der Wind. Bei schwachem Wind waren die Wettermodelle sehr unzuverlässig. Zum Glück hatten wir Mateo Majdalani an Bord, der trotz schwierigen Bedingungen den Wind gut verstand.“
Neben dem sportlichen Erfolg blieb vor allem die Atmosphäre der Veranstaltung in Erinnerung. Der Club, die Organisation und die Stimmung unter den Teams sorgten für ein rundum gelungenes Offshore-Wochenende. Peter Meier zog deshalb ein durchweg positives Fazit:
„In allem eine tolle Regatta mit einer mega Crew und spannenden Bedingungen!“
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