Platz 8 bei der Europameisterschaft für Simon Diesch und Philipp Autenrieth! Unser bisher bestes Ergebnis bei internationalen Meisterschaften und gleichzeitig die Qualifikation zum Olympischen Test Event (Pre-Olympics) in Japan im August!

Die EM begann mit gutem Wind und drei Rennen am ersten Tag. 70 Mannschaften waren dabei, die komplette internationale Spitze – also vergleichbar mit einem WM-Feld. Die Herren segelten in zwei Gruppen. Mit den Plätzen 15, 7 und 9 kamen wir nicht sofort, aber immerhin am ersten Tag in Fahrt. Am zweiten Tag war Flaute, am dritten ging es erst abends aufs Meer, ein viertes Rennen wurde gesegelt. Wir waren als Fünfte im Ziel – und damit insgesamt auf 17. Die Qualifikationsphase war damit auch schon wieder abgeschlossen, aber die Gold Fleet hatten wir erreicht. Bei den bis dahin gesegelten Wettfahrten war der Wind okay – immer über 12 Knoten.

EM – Gold Fleet und Medal Race: Durchschnittlich 18 Knoten wehten am nächsten Tag, richtig gute Segelbedingungen. Wir waren schon an der Luvtonne mit den Weltranglisten-Ersten Mathew Belcher/Will Ryan (Australien) 50 Meter vor dem Feld, bauten miteinander den Abstand auf gut 100 Meter aus und waren sogar als Erste an der zweiten Luvtonne. Auf dem Vorwindkurs ins Ziel konnten wir die Australier aber nicht ganz halten, vielleicht eine halbe Bootslänge waren sie vor uns im Ziel. Das zweite Rennen des Tages fand bei 22 bis 25, in Böen bis an die 30 Knoten statt. Wir kamen als Sechste ins Ziel – diesmal vor unseren australischen Freunden. Mit Tagesbestleistung verbesserten uns auf Rang sieben insgesamt. Am nächsten Tag wehte es völlig ungebremst. Das Race Committee war zwar hin und wieder draußen, maß sogar 43 bis 44 Knoten – aber segelbar wurde es nicht mehr an diesem Montag. Wir waren also als Siebte im Medal Race. Die Punkte waren recht eng – von Platz zwei bis zehn war rechnerisch alles möglich. Angriff war die Devise. Tags darauf wurde bei vier bis sechs Knoten das Medal Race gestartet. Unser Start war nicht berühmt, aber wir segelten ein solides Rennen, kamen schließlich als Sechste ins Ziel. Insgesamt landeten wir dann im Endergebnis auf Platz 8.

Pre-Olympics: Damit können wir zufrieden sein. Da der Starkwindtag das andere deutsche Spitzen-Team, Winkel/Cipra, ziemlich zerzauste, landeten die beiden insgesamt auf Rang 18. Somit haben wir voraussichtlich die Ausscheidung für den deutschen Startplatz bei der vorolympischen Testregatta Ende August in Japan für uns entschieden. Die Nominierung erfolgt nach den Meisterschaften der anderen olympischen Klassen.

Ergebnisliste: http://2019europeans.470.org/en/default/races/race-resultsall

Text: PA