Mit einem starken Finale auf dem Möhnesee konnten sich unsere Juniorenteams noch auf die Plätze 3 und 4 der Gesamtwertung verholen. Insgesamt waren 28 Club-Teams aus ganz Deutschland in der Juniorenliga am Start. Das Team Nils Sternbeck/Nico Jansen/Nico Kampf und Lupi Lindner, konnten mit einer tollen Leistung den Sieg beim Finale auf dem Möhnesee erringen und kamen in der Gesamtwertung auf den 4. Platz.

Felix Kaiser/Philip Hall/Jonas Royla und Nic Corsi belegten beim Finalevent den 3. Platz, was ihnen den sehr guten Bronze-Rang in der Gesamtwertung brachte. Den Meistertitel holte sich das Flensburger Segelteam, gefolgt vom BYC-Überlingen und auf Platz 5 das Team vom MYC. Mit zwei Booten unter den ersten vier Plätzen, setzt der BYC ein Ausrufezeichen in der Deutschen Junioren Segel-Liga.

Unser Dank geht an den Yacht-Club Möhnesee und Jocky Hellmich, für eine hervorragend organisierte Regatta.

Hier geht es zu den Ergebnissen: https://juniorenliga2019.sapsailing.com/gwt/Home.html#/series/leaderboards/:leaderboardGroupId=5a81ddaf-b839-4ba7-aeaf-57699124b5f6

Fotos: BYC

Der Münchner Merkur berichtet:

BYC schlägt MYC ein Schnippchen

Starnberg – Micki Liebl möchte nicht traurig sein. „Das kann sich schon sehen lassen“, sagte der Teammanager des Münchner Yacht-Clubs nach Platz fünf im Gesamtklassement, den seine Jugend in der Deutschen Junioren Segel-Liga einnimmt. Bis zum letzten Spieltag auf dem Möhnesee hatten Julius Neszvecsko, Bene Haimerl, Sebastian Frenzer und Anton Sattler Bronze so gut wie sicher gehabt. Doch dann verdrängten ausgerechnet die beiden Teams aus dem Bayerischen Yacht-Club den Nachbarn vom Podium.

„Dass wir mit beiden Booten die Münchner noch abfangen, hätte ich nicht gedacht“, sagte Ilja Wolf. Der Teammanager war überrascht, dass seine Flotte noch so eine großartige Aufholjagd hinlegte. Beim Finale im Sauerland holte sich Team II mit Nils Sternbeck, Nico Jansen, Nico Kampf und Luitpold Lindner den Sieg, während Team I Dritter wurde. Felix Kaiser, Jonas Royla, Nic Corsi und Philip Hall genügte dieses Ergebnis, um sich in der Gesamtwertung noch auf Rang drei vorzukämpfen. „Meister zu werden, war nicht mehr möglich“, stellte Wolf klar. Seine Crew habe das Optimum herausgeholt. Den Titel holte sich der Flensburger Segel-Club, der mit konstanten Resultaten die Liga dominierte, vor dem Bodensee Yacht-Club Überlingen, der am Ende nur zwei Punkte Vorsprung auf Team BYC I aufwies.

Dass der Klub vom Starnberger Nepomukweg gleich mit zwei Crews auf dem Podium präsent war, verdankte er auch dem gesteigerten Eifer seiner Junioren. Die hatten den vorletzten Spieltag in Kiel mit den Plätzen zehn und elf auch deshalb vermasselt, weil sie sich nicht adäquat auf die Regatta vorbereitet hatten. Vor dem Trip nach Nordrhein-Westfalen schoben beide Mannschaften Sonderschichten, um sich nicht wieder einen Rüffel ihres Teammanagers einzufangen, der recht verärgert über ihr Verhalten gewesen war. Die Wiedergutmachung kam dann auch gut bei Wolf an: „So eine Einstellung gefällt mir.“

Auch die Münchner hatten im Vorfeld einige Wasserstunden abgespult. Es lief bis zur sechsten Wettfahrt gut für das Team, ehe ein siebter Platz für den ersten Dämpfer sorgte. Das Ergebnis setzte die Münchner so sehr unter Druck, dass sie im nächsten Lauf einen Fehlstart hinlegten. „Es war ganz knapp“, sagte Liebl. Seine Crew wähnte sich auf der sicheren Seite und verzichtete deshalb auf einen Penalty. Die Fehleinschätzung brachte dem Team eine Disqualifikation und einen Malus von neun Punkten ein. „Danach war die Luft raus“, gab Liebl zu. Die Enttäuschung seines Quartetts war groß, auf so fatale Weise Bronze verspielt zu haben. Am Ende des vierten Spieltags waren die Münchner Achter.

„Sie müssen alle noch ein bisschen dazulernen und cleverer werden“, sagte Ilja Wolf. Alle drei Mannschaften aus Starnberg müssen weiter Erfahrungen im Bundesliga-Format sammeln. Allerdings sind sie im Vergleich zu den Gleichaltrigen aus ganz Deutschland schon sehr weit. Insgesamt 28 Mannschaften stritten sich heuer um den Titel im Nachwuchsbereich. Dabei konnte kein anderes Segelrevier eine solch starke Gesamtbilanz aufweisen wie die Klubs vom Starnberger See. Micki Liebl war entsprechend begeistert: „Wir können stolz sein auf die Segler aus unserer Region.“

Quellenangabe: Christian Heinrich, Starnberger Merkur vom 16.10.2019, Seite 39